Die 12. Leichtathletik-WM in Berlin ist zu Ende gegangen

Die 12. Leichtathletik-WM in Berlin ist zu Ende gegangen

Aug 26

Vom 15. bis zum 23. August beheimatete die deutsche Hauptstadt Berlin die Weltmeisterschaften in der Disziplin Leichtathletik. Austragungsort der IAAF (Internationaler Leichtathletik Weltverband) WM, einem der weltweit größten Sportereignisse, war das Berliner Olympiastadion.

Für das deutsche Team war die Heim-WM ein voller Erfolg. Siegreich geht die deutsche Mannschaft als zweitstärkste europäische Nation aus dem Wettkampf. Insgesamt konnten die Deutschen in Berlin zwei Titel, sieben zusätzliche Medaillen, 104 Punkte und damit weltweit den 5. Rang in der Nationenwertung abräumen. Jürgen Mallow, Sportdirektor der DLV (Deutscher Leichtathletik Verband) hat damit ausreichen Grund stolz zu sein. So äußerte er sich noch vor einiger Zeit, dass es das Ziel der Leichtathleten sei neun Medaillen mit nach Hause zu nehmen. Heute erweist sich die Einschätzung als richtig. „Tot, toter, Leichtathletik“ – das gilt zumindest nicht für den Wettkampf in Berlin.

Die wohl umstrittenste Siegering der Leichtathletik-WM in Berlin war Caster Semenya aus Südafrika. Die 18-jährige Afrikanerin gewann den 800-Meter-Lauf in der Jahres-Weltbestzeit von 1:55,45 Sekunden. Dieses Ergebnis sowie die doch recht männliche Erscheinung von Caster Semenya waren Anlass genug für den Weltverband der Leichtathletik in Berlin einen Geschlechtertest anzuordnen. Der südafrikanische Leichtathletik-Verband und ganz Südafrika sind empört. In Südafrika wird Caster wie eine Nationalheldin gefeiert. Hier sieht keiner Grund für diese Untersuchung. Laut der Geburtsurkunde, die der Vater von Semenya vorlegte, ist Caster weiblich. Die Anordnung zum Geschlechtertest bleibt bestehen. Der Test soll untersuchen, ob Caster ein männliches Y-Chromosom im Erbgut hat oder die männlichen Geschlechtsmerkmale verkümmert sind. Ist Caster eine Frau so müssen die Anschuldigungen und Untersuchungen eine große Demütigung für sie darstellen.